CREACIÓN

So. 5. Juli | 18.00 Uhr | Muttergottespfarrkirche Aschaffenburg

Einst gelangte das Bandoneon, die Seele des Tangos, mit deutschen Auswanderern nach Argentinien und kehrte mit dem Tango in seine Heimat zurück.
Dem 1965 in Argentinien geborenen Komponist Martín Palmeri gebührt das Verdienst, die Welt des Tangos mit jener der Chormusik und des Oratoriums verbunden zu haben. Seine 1995/96 entstandene „Misa a Buenos Aires“ zählt zu den weltweit populärsten chorsinfonischen Werken der Gegenwart. Das 2017 entstandene Tango-Oratorium „La Creación“, deutsche Erstaufführung im Sächsischen Mozartfestes 2025, erlebt nun in der Reihe Klanglandschaft Mainfranken zwei weitere Aufführungen. Das Werk zeigt Palmeri als gereiften Komponisten, der in höchst kunstvoller Weise Tango und Klassikelemente zu neuen Klangbildern formt.

Im Rahmen der 27. Aschaffenburger Kulturtage 2026.

Julika Hing, Mezzosopran
Stoyan Karaivanov, Bandoneon
Johannes Möller, Klavier
Süddeutscher Kammerchor
Paul Hindemith-Orchester-Akademie der Oper Frankfurt
Gerhard Jenemann, Leitung

"Julika Hing brillierte mit ihrem ausdrucksstarken und in allen Lagen stets kontrollierten Gesang, was dieses überaus stimmige und stimmungsvolle Konzert zu einem erinnerungswürdigen Ereignis machte."  So der Kommentator des Deutschlandfunk über die junge deutsch-amerikanische Mezzosopranistin.

1998 geboren und aufgewachsen bei Überlingen am Bodensee, studiert Julika Hing seit 2019 Gesang an der Hochschule für Musik Karlsruhe bei Prof. Hanno Müller-Brachmann, Prof. Maria Venuti und zuletzt bei Prof. Christiane Libor. Die Finalistin des Deutschen Musikwettbewerbs 2023 wurde mit einem Preis für „hervorragende Leistung“ ausgezeichnet und in die Konzertförderung des Deutschen Musikrats aufgenommen.

Der junge bulgarische Bandoneon-Virtuose Stoyan Karaivanov ist Preisträger mehrerer internationaler Wettbewerbe und wurde zwischen 2021 und 2025 von der Fachpresse und Akademie der Künste gleich mehrfach zum Nachwuchs-Künstler seines Landes gekürt. Sein Studium an den Musikakademien von Sofia und Paris und zahlreiche Kurse führten ihn mit dem internationalen Who Is Who des Bandoneon zusammen. Als Solist konzertierte er mit so renommierten Ensembles wie dem Symphonieorchester des Bulgarischen Rundfunks. 2022 gründete er Libertango, ein international besetztes Tangoorchester, das auf namhaften europäischen Festivals zu erleben ist.

Die Paul-Hindemith-Orchesterakademie des Frankfurter Opernorchesters wurde zur Saison 2015/16 gegründet. Neben Proben und Aufführungen in der Oper und bei Sinfoniekonzerten gestalten die Mitglieder der Akademie auch eigene Konzerte, so in der Kammermusikreihe im Holzfoyer und bei den Lunchkonzerten Intermezzo Oper am Mittag. Über 70 Absolvent*innen aus mehr als 4.000 Bewerbungen konnten seit 2015 ein PHO-Stipendium absolvieren. Viele von ihnen haben im Anschluss feste Positionen in renommierten Klangkörpern im In- und Ausland gefunden.

Der Süddeutsche Kammerchor ist eines der renommierten Vokalensembles Bayerns. In der Metropolregion FrankfurtRheinMain ist er auf den regelmäßig bei den namhaften Festivals wie VOCAL ART Frankfurt RheinMain, den Aschaffenburger Bachtagen, Fränkischen Musiktagen Alzenau und Kulturwochenherbst Miltenberg zu erleben. Der Chor besteht im Kern aus meist jungen professionellen Sängern, die auch solistisch tätig sind. Ausgehend von der jeweiligen Programmstruktur musiziert er in verschiedenen Besetzungsgrößen. Das künstlerische Spektrum umfasst neben dem Standartrepertoire für Chor-a-cappella und Chor-Orchester insbesondere unbekannte Werke des 17. – 20. Jahrhunderts. Die Wiederaufführungen von Wolf-Ferraris Oratorium „La Sulamite“ mit der Jungen Deutschen Philharmonie im Herkulessaal der Münchner Residenz und J. Chr. Bachs Mailänder Vesperpsalmen mit Concerto Köln in der Frauenkirche Dresden sind prominente Beispiele dieser Agenda. Zahlreiche Uraufführungen, Einladungen zu Festivals und Konzerten im In- und Ausland und die Zusammenarbeit mit renommierten Orchestern zeugen von der Qualität des Ensembles.

Nach seinem Studium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main unterrichtete Gerhard Jenemann viele Jahre als Dozent für Chorleitung, zuletzt an der Hochschule für Musik und Theater München. Seine vielfältige künstlerische Tätigkeit, insbesondere als Leiter des Süddeutschen Kammerchores, führte zur Zusammenarbeit mit renommierten Ensembles wie dem Münchner Kammerorchester, den Prager Sinfonikern und dem Freiburger Barockorchester. CD-Veröffentlichungen u. a. mit Festival Strings Lucerne, Drottningholms Baroque Orchestra Stockholm und Concerto Köln sind bei Sony Classical, Bayer Records und Carus erschienen.